Gefahren an der Einsatzstelle:
CO-Warner schützen. Neue WatchGas-Produkte, um der Lage immer voraus zu sein
In letzter Zeit hatte ich bereits berichtet, dass sich bei mir einiges tut. Unter anderem ging es in die Luft, um mögliche CO-Konzentrationen im Cockpit zu messen (Beitrag folgt), und es gab einen Artikel zum Begehen von Schächten und Kanälen.
Jetzt ist neue „heiße Ware“ von WatchGas eingetroffen: der CO-Warner / Einzelgasmessgerät "wartungsfrei" SST1 und das Mehrfachgasmessgerät SST4 mini.
Diese Geräte bevorzuge ich besonders im Bereich Feuerwehr, Rettungsdienst, THW, Polizei und BOS – ganz nach Jan Niklas Hugots Motto: „Wenn jede Sekunde zählt, um der Lage immer sicher voraus zu sein.“
Außerdem freue ich mich, dass ich einen neuen Partner für die Lieferung von Prüfgas gefunden habe.
Was gibt es zu berichten?
Erfreulich ist, dass vor allem Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst nach dem tödlichen Unfall 2006 in Wiesbaden inzwischen gut mit Gaswarntechnik, insbesondere mit CO-Warnern, ausgestattet wurden. Die Stückzahlen - und vor allem die damit verbundenen Kosten - kann man sich nur schwer vorstellen, sind jedoch mehr als gerechtfertigt.
Schon geringe CO-Konzentrationen können zu Kopfschmerzen, Schwindel, Bewusstlosigkeit und bis hin zum Tod führen.
Kohlenmonoxid ist farblos, geruchlos, leichter als Luft und explosiv.
Der Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) gemäß TRGS 900 liegt bei 20 ppm.
Viele Geräte sind jedoch historisch bzw. aus dem Katastrophenschutz heraus noch auf 30 ppm und 200 ppm eingestellt.
Die Alarmschwellen beim SST1 und SST4 können über eine kostenlose App auf Kundenwunsch angepasst werden.
Was tun beim Alarm?
In letzter Zeit wurde ich öfter gefragt, was beim Alarm überhaupt zu tun ist.
Grundsätzlich unterscheidet man:
- Gasvoralarm A1 / Low-Alarm → normale bzw. schnelle Rettung
- Gashauptalarm A2 / High-Alarm → Crashrettung
Mehr Informationen dazu und eine Anleitung zum Vorgehen findet man z. B. hier:
Benötigte Ausbildung, Funktions-/Anzeigetests und Prüfgas
Ein weiteres Thema ist die Ausbildung zur Anwendung und Durchführung eines Anzeige- und Funktionstests, umgangssprachlich Bump-Test. Auch wenn manche Geräte als „wartungsfrei“ bezeichnet werden, müssen sie trotzdem regelmäßig geprüft werden:
- Freiwillige Feuerwehr: mindestens alle 4 Wochen
- Rettungsdienst: täglich
Der Unterschied zwischen zu prüfenden und wartungsarmen Gaswarn-/Messgeräten
Die genannten CO-Warner müssen nicht in die Fachwerkstatt oder zum Hersteller zur Überprüfung, sondern können vor Ort getestet werden.
Weitere Informationen findet man z. B. hier: (s.a. Download technischedienstleistungen.com)
- DGUV Fachbereich Feuerwehren / Hilfeleistungen / Brandschutz
FBFHB-020 – Fachbereich AKTUELL
Verfahrensweise zur Kontrolle von tragbaren Gaswarn- und Gasmessgeräten bei ehrenamtlichen Einsatzkräften - DGUV-Information 213-056 (T021) und 213-057 (T023) – u. a. zur Befähigung
Für den CO-Warner reicht mindestens die Ausbildung zur unterwiesenen Person für tragbare Gaswarntechnik.
Unvorstellbar bei der Anzahl an Einsatzkräften in Deutschland - aber durchaus realisierbar, wie sich zuletzt bei einem Besuch auf einer Rettungswache gezeigt hat. Dort haben wir gemeinsam über Gaswarntechnik, Schulung, Prüfung der Geräte inkl. Dokumentation und Prüfgassysteme gesprochen und eine umsetzbare Lösung gefunden.